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Die Eisheiligen 2022 stehen im Mai an – und sind vor allem bei Hobby Gärtnern „gefürchtet“.

Es gibt fünf Eisheilige. Ihre Namen und Daten sind über Jahrhunderte überliefert. Die Eisheiligen heißen:

  • 11. Mai: Mamertus
  • 12. Mai: Pankratius
  • 13. Mai: Servatius
  • 14. Mai: Bonifatius
  • 15. Mai: Sophia – auch Kalte Sophie genannt

Allerdings gibt es bei den Eisheiligen auch einen Unterschied zwischen Süddeutschland und Norddeutschland. In Norddeutschland gelten die Tage vom 11. bis 13. Mai als Eisheilige, also nur Mamertus, Pankratius und Servatius. In Süddeutschland gelten die Tage vom 12. bis 15. Mai als Eisheilige, also Pankratius, Servatius, und Bonifatius. Im Gegensatz zum Nord kommt im Süden auch noch der 15. Mai – die kalte Sofie – hinzu.

Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund eben diesen Zeitraum vom 11. bis 15. Mai. Entwickelt hat sich der Begriff aus historischen Beobachtungen heraus. Schon vor mehreren Jahrhunderten stellten die Menschen fest, dass es in der zweiten Maidekade – also zwischen 10. und 20. Mai – A regelmäßig noch einmal sehr kalt wurde.

Heute wissen die Meteorologen: Grund für dieses Phänomen sind polare Luftmassen, die aus arktischen Breiten bis zu den Alpen vordringen. Außerdem gibt es um den 22. Mai herum nochmals ein erhöhtes Nachtfrostrisiko. In den vergangenen Jahren fielen die klassischen Eisheiligen tatsächlich aber eher zu warm aus. „Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der frostigen Gesellen nimmt ab“, hieß es beim Deutschen Wetterdienst.